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ISO/IEC 20000 - Vorbereitung und Zertifizierung für Unternehmen

Service- und Kundenorientierung offiziell belegen können

Neben den bekannten Personenzertifizierungen in ITIL® können auch Unternehmen und Organisationen nach anerkannten IT-Service-Management-Standards zertifiziert werden. Eine Zertifizierung nach ISO/IEC 20000 erweist sich dabei zunehmend als Wettbewerbsvorteil, denn sie belegt, dass die IT-Organisation:
 
  • Kundenorientiert ausgerichtet ist
  • In der Lage ist, festgelegte Qualitätsziele für die bereitgestellten Services zu erbringen
  • Ihre Ressourcen wirtschaftlich einsetzt

Anforderungen an die Organisation - was muss erfüllt werden?

Die Mindestanforderungen, die für eine Zertifizierung notwendig sind, definiert der ISO/IEC 20000 Teil 1 (Spezifikation). Sie entsprechen zum größten Teil den Empfehlungen von ITIL® in Version 3. Konkrete Anforderungen an den Incident-Management-Prozess sind beispielsweise die folgenden Fragen:
  • Verfügen alle Mitarbeiter des Prozesses über Zugriff auf eine Wissensdatenbank?
  • Werden die Kunden über den Fortschritt, der von ihnen gemeldeten Incidents, informiert?
 
Grundsätzlich liegen die Prüfungsschwerpunkte in den Bereichen:
  • Dokumentation der Prozesse (Umfang, Vollständigkeit, Erfüllung der einzelnen                         Anforderungen,   konsistente Darstellung der Informationsflüsse zwischen den Prozessen)
  • Kenntnis der Vorgaben und Befolgung bei den Mitarbeitern
  • Verankerung der definierten Prozesse und Richtlinien im Tagesgeschäft (Existenz und               Zweckerfüllung der notwendigen Dokumente und Aufzeichnungen)
 
Ein weiterer zu belegender Punkt ist der Einsatz einer Management-Methode, welche auf Basis der Anforderungen der Norm EN ISO 9001:2008 die Prinzipien des Geschäftsprozess-Managements und einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung enthalten muss.
 
Die folgende Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen den Grundlagen, den Empfehlungen und den Mindestanforderungen:
ISO 20000
 
Erläuterung: Die Basis sind bestehende IT Service Management- und Qualitätsmanagement-Prinzipien. Darauf aufgesetzt gibt es Empfehlungen zur Norm, die man nicht zwingend umsetzen muss (ISO/IEC 20000-2) , die es aber erleichtern die Mindestanforderungen aus ISO/IEC 20000-1 umzusetzen.
Die folgende Grafik zeigt den Aufbau der ISO-20000-Norm:
Aufbau ISO 20000 Norm

Was kann zertifiziert werden?

Im Rahmen des Scoping Statements  kann die Zertifizierung nach ISO/IEC 20000 beschränkt werden auf
  • Bestimmte Services oder Servicekataloge
  • Bestimmte (geographische) Standorte
  • Organisatorische und funktionale Bereiche
  • Bestimmte Infrastrukturen
  • Service-Erbringung für bestimmte Kunden(kreise)
  • Nicht (!) beschränkt werden können die zu auditierenden Prozesse
  • Konformität mit ISO/IEC 20000-1 muss immer vollständig nachgewiesen werden

Vorgehensweise zum Erreichen des Zertifikats

Wie kommt man nun zu einer Zertifizierung nach ISO/IEC 20000? Die folgende Grafik zeigt dazu einen Überblick:
Vorgehensweise ISO Norm