Business-Abteilungen wünschen sich die IT als Treiber der Digitalisierung

„Die Digitalisierung hat trotz des großen Bezugs zu den Geschäftsprozessen eine sehr ausgeprägte technische Seite, deshalb kommt der IT zwangsläufig eine führende Funktion bei den Transformationen zu“, versteht Siegfried Riedel das Votum der Business-Manager. „Wer nicht die technischen Möglichkeiten einer Digitalisierung ausreichend kennt, wird sie kaum in optimaler Weise zukunftsgerichtet gestalten können“, urteilt der Vorstand der ITSM Group.

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15 Februar 2016

Business-Abteilungen wünschen sich die IT als Treiber der Digitalisierung 

Geht es nach den Wünschen der Business-Abteilungen, dann soll die IT als Enabler der digitalen Transformation fungieren. Sie selbst steht diesem Ansinnen etwas zurückhaltender gegenüber, sieht sich aber keinesfalls nur als operative Einheit bei diesem Thema. In jedem Fall kommen auf die IT-Organisationen nach einer Studie der ITSM Group verstärkte Beratungsanforderungen in Richtung der Fachabteilungen und weitere Veränderungen zu.

Zentrales Ergebnis der Untersuchung, bei der sowohl IT- als auch Business-Manager befragt und deren Einschätzungen gegenüber gestellt wurden, ist eine klare Rollenbestimmung bei den Digitalisierungsstrategien. Mehr als die Hälfte der Fachbereichsverantwortlichen sieht die IT als Enabler der Transformation. Sie zeigt sich in dieser Hinsicht jedoch etwas zurückhaltender und plädiert mit 41 Prozent deutlich weniger dafür, selbst der hauptsächliche Treiber dieses strategischen Zukunftsthemas zu sein. Viele der IT-Manager würden es lieber sehen, lediglich bedarfsbezogen nach konkreter Anforderung der Business-Abteilungen beratend tätig zu sein. Dort stößt diese Beschränkung aber auf weniger Zuspruch. 

„Die Digitalisierung hat trotz des großen Bezugs zu den Geschäftsprozessen eine sehr ausgeprägte technische Seite, deshalb kommt der IT zwangsläufig eine führende Funktion bei den Transformationen zu“, versteht Siegfried Riedel das Votum der Business-Manager. „Wer nicht die technischen Möglichkeiten einer Digitalisierung ausreichend kennt, wird sie kaum in optimaler Weise zukunftsgerichtet gestalten können“, urteilt der Geschäftsführer der ITSM Group. Notwendig sei, dass in diesen Vorhaben ein engerer Schulterschluss als bisher zwischen Business und IT stattfinden muss.

Das sehen auch die Befragten beider Gruppen so. Seitens der Fachbereiche erachten es etwa zwei Drittel als notwendig, dass die IT-Organisationen ihren Beratungsansatz erweitern müssen. Ihrer Meinung nach sind dafür in der IT umfassendere digitale Skills notwendig, was von deren Vertretern nicht ganz so gesehen wird. Zudem plädieren 57 Prozent der Business-Manager dafür, dass zukünftig digitale IT-Services angeboten werden.

In dieser Frage besteht weitgehend Einigkeit mit den Befragten aus der IT, gleiches gilt für die Notwendigkeit eines Transformation-Managements. „Zu seinen Aufgaben gehört, gemeinsam mit den Geschäftsbereichen Initiativen zur Digitalisierung der Prozesse und digitale Produktinnovationen zu entwickeln“ erläutert Riedel. „Eine wichtige Funktion besteht zudem darin, die Digitalisierungserfahrungen intern zu transportieren, damit die Digitalisierungskultur im Unternehmen befruchtet wird.“

Auch was den Aufbau einer Two-Speed-Organisation in der IT betrifft, derzeit ein aktuelles Thema in der öffentlichen Diskussion, wird von beiden Befragungsgruppen eine tendenziell ähnliche Position bezogen: Nur ein Viertel der Business-Manager sieht für derart gravierende Veränderungen eine Notwendigkeit, auch bei den befragten Technikverantwortlichen können sich nur 37 Prozent für diesen Gedanken erwärmen.

Besonders ihnen liegt aber noch ein anderes Thema sehr deutlich am Herzen: eine stärkere Ausrichtung auf die IT-Sicherheit, wenn immer mehr digitale Prozesse digital abgebildet werden. „Indem entlang der Wertschöpfungsketten zunehmend Dinge, Produktionssysteme und Geschäftsanwendungen miteinander vernetzt und durch die steigende Mobilität Systeme für einen wachsenden Benutzerkreis geöffnet werden, entsteht wegen der möglicherweise existenziellen Risiken die Pflicht zu einem deutlich höheren Sicherheitsengagement“, sieht auch Riedel einen steigenden Handlungsbedarf.

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