DevOps und einige seiner Mythen

In der Vergangenheit haben die IT-Organisationen zwar kontinuierlich ihre Leistungsfähigkeit gesteigert, doch mit der Entwicklung hin zu einer hohen Agilität können sie mittels DevOps ihre Effizienz und Kundenorientierung noch deutlich verbessern.

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21 April 2017

DevOps und einige seiner Mythen

In der Vergangenheit haben die IT-Organisationen zwar kontinuierlich ihre Leistungsfähigkeit gesteigert, doch mit der Entwicklung hin zu einer hohen Agilität können sie mittels DevOps ihre Effizienz und Kundenorientierung noch deutlich verbessern. Hinter DevOps verbirgt sich eine methodische Ausrichtung, die die Zusammenarbeit zwischen Softwareentwicklern und den fachlichen Ressourcen des IT Operations auf eine neue Basis stellt. Den Nutzen spüren auch die Business-Organisationen als Kunden, weil sie schneller und flexibler auf Änderungen im Wettbewerb reagieren können, ohne dass Beeinträchtigungen in der Qualität und Verlässlichkeit entstehen.

Doch obwohl die Idee von DevOps inzwischen eine hohe Akzeptanz im Markt genießt, wird sie teilweise nur unzureichend verstanden und mit Fehleinschätzungen behaftet. Nachfolgend einige der verbreitetsten Mythen rund um DevOps:

  • DevOps ersetzt agile Methoden: Dahinter verbirgt sich ein deutliches Missverständnis, denn der DevOps-Ansatz stellt eine logische Fortführung der Agilitätsentwicklung dar. Er gründet auf der ergänzenden Erkenntnis, dass ein Prozess zur Softwareentwicklung („Done“) nicht mit dem Abschluss der Programmierung endet. Stattdessen ist der Code erst dann „Done“, wenn er vollständig getestet wurde und plangerecht in der Produktivumgebung funktioniert.
  • DevOps macht ITIL überflüssig: Im Gegenteil, beides ist komplementär zu sehen, denn ITIL-basierte Prozesse sind weiterhin notwendig. Das ITIL-Regelwerk beschreibt sogar viele Erfordernisse für die IT Operations, die den Arbeitsfluss auf Basis der DevOps-Methode unterstützen. Um kürzere Lead Times und eine höhere Deployment-Frequenz zu erreichen, benötigen viele Bereiche auch eine Automatisierung, insbesondere im Hinblick auf die Change-, Konfigurations- und Release-Prozesse. Hinzu kommt, dass weiterhin ein schnelles Erkennen und Beheben von Serviceproblemen notwendig ist, weshalb die ITIL-Bereiche des Servicedesigns sowie des Incident- und Problem-Managements so wichtig wie zuvor bleiben.
  • DevOps bedeutet NoOps: Dass IT-Operations nicht mehr notwendig sein sollen, beruht auf einer Fehlinterpretation. Vielmehr werden lediglich Aufgaben für Code-Deployments wie beispielsweise Tests auf die Softwareentwicklung übertragen und von ihr mittels automatisierter Prozesse realisiert.
  • DevOps ist nur für Open-Source-Software gedacht: Auch wenn die Erfolgsgeschichte von DevOps in Organisationen teilweise im Open-Source-Umfeld entstand, sind die DevOps-Prinzipien universell und weitgehend unabhängig von der zugrunde liegenden Technologie. Allerdings weisen manche der DevOps-Strukturen spezifische Technologieanforderungen auf, die sich in Open-Source-Software besser umsetzen lassen.
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