Verharren in alten Strukturen bremst DevOps

Viele Unternehmen in Deutschland haben erkannt, dass die digitale Transformation mit den herkömmlichen Methoden der Softwareerstellung und Auslieferung nur unzureichend unterstützt werden kann, dennoch dominieren die klassischen, stark strukturierten und in sich geschlossenen Vorgehensweisen weiterhin.

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16 Mai 2019

Verharren in alten Strukturen bremst DevOps

Viele Unternehmen in Deutschland haben erkannt, dass die digitale Transformation mit den herkömmlichen Methoden der Softwareerstellung und Auslieferung nur unzureichend unterstützt werden kann, dennoch dominieren die klassischen, stark strukturierten und in sich geschlossenen Vorgehensweisen weiterhin. Sie bremsen die Forderungen der Fachabteilungen nach Agilität, Schnelligkeit und Flexibilität bei der Softwarebereitstellung aus. Das bringt erhebliche Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit mit sich. Die IDC-Studie hat u. a. folgende Einsichten zutage gefördert:

  • 75 Prozent der befragten Unternehmen nutzen seit weniger als 12 Monaten DevOps-Prozesse
  • In zwei Drittel der Firmen sind das Festhalten an alten Gewohnheiten, Probleme bei der Integration von Anwendungsentwicklung und IT-Betrieb sowie fehlendes Know-how die größten Bremsklötze
  • 62 Prozent der Befragten haben keine prozessübergreifende Security-Policy für DevOps implementiert

DevOps wird in deutschen Unternehmen seit einigen Jahren beobachtet und diskutiert, allerdings haben offenbar erst wenige Organisationen hierzulande fundierte Erfahrungen. Die Gründe sind vielfältig: Zum einen haben viele Organisationen nach wie vor ein unzulängliches Wissen darüber, was DevOps eigentlich ist und was DevOps alles kann. Es mangelt also schlicht und ergreifend an Know-how. Zahlreiche Unternehmen haben das Konzept zwar verstanden, scheuen aber die weitreichenden Veränderungen, die DevOps für die Prozesskette „Anwendungsentwicklung-Testing-Deployment-Betrieb“ mit sich bringt.

DevOps wird aber in den nächsten 24 Monaten reifen, weil die Unternehmen inzwischen die Bedeutung von DevOps für mehr Effizienz bei der Erstellung und dem Betrieb von Anwendungen erkennen. Dieses Potenzial können sie aber nur dann aktivieren, wenn sie Next-Generation-Infrastruktur und State-of-the-Art-Softwarewerkzeuge mit modernen Entwicklungs- und Deployment-Methoden nutzen und in sicheren Umgebungen betreiben. Das setzt allerdings voraus, dass Entwickler, Tester, Operations, Fachabteilungen und das IT-Management das Konzept von DevOps wirklich verstehen und leben.

Das Change Management hin zu DevOps sollte laut IDC-Empfehlungen daher eher Evolution statt Revolution sein. Ein radikales Umdenken ist erforderlich und zwar in dem Sinne, dass alle am Prozess Beteiligten gleichermaßen für den Erfolg oder Misserfolg verantwortlich sind. Damit das gelingen kann, sieht IDC auch und vor allem die Anbieter jeglicher Couleur des DevOps-Baukastens in der Pflicht, Aufklärungsarbeit zu leisten und die Organisationen dort abzuholen, wo sie auf ihrer DevOps-Journey stehen.

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